Gerstenkorn

Das Gerstenkorn ist eine akute, umschriebene, manchmal aber auch diffuse Schwellung des Lides verbunden mit einer Rötung. Es handelt sich um die Verstopfung eines Ausführungsganges der Talgdrüsen der Lider. Die Erkrankung ist in der Regel etwas unangenehm und kann auch etwas schmerzhaft sein, jedoch harmlos und heilt in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle folgenlos aus.

Zur Behandlung hat es sich bewährt, lokal trockene Wärme (Rotlichtlampe) und pflegende Salbe einzusetzen.

Salbe und Rotlicht möglichst immer zusammen anwenden

Die Behandlung führen Sie so durch: Sie geben etwas Salbe in die Lidtasche (Lid nach unten ziehen) und außen auf das Lid, setzten sich entspannt vor das Rotlicht und schließen die Augen. Die Entfernung bestimmen Sie selbst, es sollte eine angenehme Wärme bis leichte Hitze fühlbar sein, aber nicht unangenehm heiß. Wichtig ist, dass die Augen geschlossen sind. Nach der Behandlung können Sie mit einem Papiertaschentuch o. Ä. die restliche Salbe entfernen. Sollten Sie einmal die Therapie nur kurz anwenden können, so sollten Sie das Rotlicht immer vorziehen.

Nach einigen Tagen sollte es zu einer Schrumpfung des Gerstenkornes kommen, Sie können die Behandlung etwas reduzieren – z. B. auf zweimal täglich. Gegen Ende genügt es, nur noch die Rotlichtbehandlung ohne Salbe durchzuführen.

Beachten Sie bitte, dass es manchmal zu Beginn der Behandlung zu einer „Erstverschlechterung“ kommen kann, das Gerstenkorn „blüht“ förmlich auf, der Patient meint, es würde alles schlimmer werden. Tatsächlich wird der Heilungsprozess aber durch die physikalische Therapie des Rotlichts beschleunigt und Sie können davon ausgehen, dass es nach einigen Tagen zu einer Besserung kommt.

Manche Patienten haben das Problem, dass Gerstenkörner immer wieder auftreten. In solchen Fällen sofort mit der Rotlichtbehandlung (ohne Salbe) beginnen – meist nützt schon diese Therapie, im Entstehen begriffene Gerstenkörner mit Rotlicht „abzublocken“. Das Gerstenkorn heilt in den meisten Fällen folgenlos aus. In manchen Fällen kommt es allerdings zu einer knotigen Abkapselung („Hagelkorn“), die man mit lokaler Betäubung operativ entfernen kann.

In ganz seltenen Fällen kommt es zu einer verstärkten Entzündung des Gewebes, der Augenarzt muss dann antibiotische Salben und Tropfen (mitunter sogar Tabletten) einsetzen.

In manchen Fällen haben sich auch bestimmte homöopathische Präparate bewährt.

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