Bindehautblutung („Hyposphagma“)

In der Regel ist eine Bindehautblutung völlig harmlos, auch wenn sie erschreckend aussieht und man von vielen Leuten darauf angesprochen wird. Es handelt sich dabei meist um einen kleinen Blutstropfen, der sich zwischen Bindehaut- und Lederhaut befindet und sich ausbreitet. Ähnlich wie bei einem kleinen Blutstropfen, der in ein Glas Wasser fällt und dieses sofort rot färbt, so ist auch die Färbekraft des Blutes unter der Bindehaut sehr groß und es entsteht daher der Eindruck eines „blutunterlaufenen Auges“.

Die Bindehautblutung sieht gefährlich aus, ist aber in der Regel völlig harmlos. Sie sollte aber sicherheitshalber immer von einem Augenarzt angesehen werden. Sofern keine Verletzung oder ein eingedrungener Fremdkörper im Auge vorliegt (z. B. nach Bohren mit dem Schlagbohrer, Hämmern, Flexen o. Ä.) oder aber Bluthochdruck, Diabetes oder eine Gerinnungsstörung besteht, braucht man sich keine Sorgen zu machen, denn die Bindehautblutung heilt innerhalb weniger Tage folgenlos ab.

Feuchtheiße Kompressen und ggfs. Heparin-Salbe haben sich als Behandlung bewährt.

Sofern keine der o. g. Risikofaktoren vorliegen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Andernfalls sollten Sie – und das vor allem auch dann, wenn Bindehautblutungen öfter auftreten – neben Ihrem Augenarzt auch Ihren Hausarzt oder Internisten konsultieren.

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